Dienstag, 15. Mai 2018

Neumond im Stier: Probier's mal mit Gemütlichkeit....*)))






Astrologische Grafik: Neumond im Stier am 15.05.2018 um 13:47h auf 24° Stier





Der Mai 2018 beschert uns einen ganz besonderen Neumond. Am 15.05. verbinden sich die beiden großen Lichter, Sonne und Mond, auf 24° Stier und leiten mit diesem Neumond nicht nur einen neuen Mondzyklus für die kommenden vier Wochen ein, sondern gleichzeitig auch einen ganz neuen Zyklus für die kommenden 84 Jahre. Uranus, der Planet, der große Veränderungen, Umbruchphasen und Aufbruchsstimmung symbolisiert, wird nur wenige Stunden nach dem exakten Neumond das erste Mal seit 1942 in den Stier eintreten. Es ist an sich schon sehr bezeichnend, dass der Eintritt von Uranus in den Stier ausgerechnet am Tag eines Neumonds im Stier stattfindet, aber das ist noch nicht alles, denn auch die folgenden Zeichenwechsel von Uranus werden jeweils von einem Neumond begleitet. Wenn sich Uranus am 06.11.2018 aufgrund seiner Rückläufigkeitsphase noch mal für einige Monate in die letzten Grade des Widders zurückzieht, findet wenige Stunden darauf ein Neumond im Skorpion statt und wenn Uranus am 06.03.2019 endgültig für die kommenden Jahre in den Stier eintritt, findet am gleichen Tag ein Neumond in den Fischen statt. Man könnte diese astrologischen Zusammenhänge als Zufall bezeichnen, aber wenn man die erstaunlich präzisen Bewegungen der Himmelskörper und ihr faszinierendes Zusammenspiel über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet, fällt es zunehmend schwerer an Zufälle zu glauben. Viel mehr bekommt man den Eindruck unser Sonnensystem funktioniert so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk.




Tatsächlich ist der Stier das Zeichen der Zuverlässigkeit, der Sicherheit und der Berechenbarkeit. Der Stier mag die Behaglichkeit, die mit Zuverlässigkeit einhergeht, denn wenn er weiß woran er ist, kann er sich entspannen und sich dem hingeben, was er am liebsten tut: er kann in Ruhe und mit Ausdauer am Wachstum und am Wohlstand arbeiten oder er kann sich genüsslich den angenehmen Seiten des Lebens zuwenden. Der Stier ist das Zeichen für welches das Wort Komfortzone erfunden worden sein könnte. Der Stier hasst unvorhergesehene Veränderungen, er will Risiken vermeiden, er will sich nicht schnell bewegen und er will sich erst recht nicht abhetzen, sondern er will die Dinge langsam und bedächtig angehen. Da der Stier „Mutter Erde“ verkörpert, ist sein inneres Uhrwerk nach irdischen Gesetzmäßigkeiten ausgerichtet. Der Stier hat verinnerlicht, dass alles, was von Wert ist, was von Dauer sein soll und was Substanz aufweist, an natürliche Wachstumszyklen gebunden ist. Der Stier ist der Baumeister des Zodiaks, er ist ein naturgegebener Architekt. Was er anpackt, will er stabil aufbauen, ganz gleich, ob er ein Haus baut, ob er ein Gemälde malt, ob er eine Skulptur gestaltet oder ob er eine Beziehung aufbaut. Der Stier symbolisiert das, was wir als wertvoll erachten, was wir als kostbar empfinden und was wir oft auch selbst gerne besitzen würden. Unter dem Einfluss des Stiers wollen wir nicht nur besitzen, was wir begehren, sondern wir wollen es festhalten, es bewahren und wir wollen das, was wir als kostbar erachten, absichern. Wenn etwas Wertvolles beschädigt wurde, versucht der Stier es zu reparieren oder es zu restaurieren, denn bevor er das loslässt, was ihm viel bedeutet, wird er sein Möglichstes tun es instand zu setzen. Kurz: der Stier ist darauf ausgerichtet alles Wertvolle zu erhalten und nicht zuletzt symbolisiert der Stier die Selbsterhaltung.





Gustav Moreau, Europa und der Stier, Public Domain






Der Stier symbolisiert nicht nur das, was wir an materiellen Dingen als wertvoll erachten, sondern er symbolisiert auch immaterielle Werte. Wenn man seinen materiellen Besitz behütet, ist das wahrscheinlich eine sinnvolle Angelegenheit, wenn man Menschen, Ideen oder Glaubenssätze mit der gleichen Intensität bewacht, beschützt, verteidigt oder in Besitz nehmen will, kann es manchmal schwierig werden. Der Stier ist das treueste und loyalste Zeichen des Zodiaks und er kann einem Menschen, einer Idee oder einem Glauben auch noch dann treu bleiben, wenn es längst an der Zeit wäre loszulassen und sich umzuorientieren.





Uranus verkörpert das astrologische Prinzip, das von seiner Symbolik her kaum weiter von der des Stiers abweichen könnte. Uranus symbolisiert schnelle, unvorhergesehene, unberechenbare und radikale Veränderungen. Hier geht es um den plötzlichen Umsturz, um die Revolte oder auch um die Meuterei. Uranus verkörpert den technischen Fortschritt, wissenschaftliche Entwicklungen und menschengemachte Erfindungen. Uranus symbolisiert den rebellischen Aspekt im Menschen, der ihn dazu veranlasst sich über irdische Grenzen hinwegzusetzen. Wer Uranus einreden will, der Mensch könne nicht fliegen, den will er eines besseren belehren. Uranus bringt den Menschen dazu Elektrizität zu bündeln und sie nutzbar zu machen, er lässt ihn die höchsten Wolkenkratzer bauen, Satelliten ins Weltall schießen, andere Planeten erkunden und er lässt ihn die Atombombe, die Chemotherapie oder das Internet erfinden... Uranus verkörpert den Tüftler, den Bastler, den Erfinder, den verrückten Professor, der jahrelang in seinem Labor Experimente durchführt, bis er seine Theorien bestätigt findet, seine Ideen verwirklicht sieht und der Welt seine neue Erfindung präsentieren kann.





Auch ein Erfinder braucht die stiertypische Ausdauer und seine unerschütterliche Beharrlichkeit. Selbst wenn es vielleicht einige Erfindungen gibt, die mehr oder weniger dem Zufall oder einer plötzlichen Eingebung zu verdanken sind, haben die meisten Menschen, die weltbewegende Erfindungen gemacht haben, jahre- oder sogar jahrzehntelang an ihren Erfindungen gearbeitet. Sie mussten viele Fehlschläge in kauf nehmen, sie mussten oft noch mal ganz von vorne anfangen und sie mussten die Dinge aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten. Was einen Erfinder in erster Linie motiviert und was ihn am Ball bleiben lässt, ist seine große Vision. Ein Erfinder ohne eine große Vision wäre dem Zufall oder einem unvorhersehbaren Glücksfall ausgeliefert.





Bild: Uranus and the Dance of the Stars, Karl Friedrich Schinkel, Public Domain





Der Neumond im Stier, der am 15.05.2018 mit dem Eintritt von Uranus in den Stier zusammenfällt, kann einige von uns darin unterstützen beharrlich ihrer Vision zu folgen. Der Stier ist als das sturste Zeichen des Zodiaks bekannt und auch wenn Sturheit in der Regel als eine negative Eigenschaft gilt, muss man in manchen Angelegenheiten ausgesprochen stur sein, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen will. Viele Erfinder hätten der Welt ihre Schöpfungen nie präsentieren können, wenn diese Menschen nicht besonders stur an ihren Visionen festgehalten hätten. Allerdings haben einige Erfinder auch ihr Leben lassen müssen, weil sie unablässig ihrer Vision gefolgt sind. Von daher ist es unter dem Einfluss des Stiers immer sinnvoll sich zu fragen wie weit man gehen will, wie viel Ausdauer und Beharrlichkeit man investieren will und ab wann es an der Zeit ist loszulassen oder einen anderen Weg einzuschlagen.

Für die meisten von uns geht es nun wahrscheinlich nicht um eine bahnbrechende Erfindung oder um eine weltbewegende Vision, sondern eher um das, was uns persönlich besonders wichtig ist und was wir als wertvoll erachten. Der Neumond im Stier möchte uns darin unterstützen etwas Solides aufzubauen, das für uns von Wert ist und das für eine längere Zeit Bestand haben soll. Je nachdem in welchem Haus der Neumond für uns persönlich stattfindet, geht es in diesem Lebensbereich um Wachstum, Wohlstand, Beständigkeit, Ausdauer, Beharrlichkeit und Stabilität. Hier muss es sich nicht immer um materielle Angelegenheiten handeln, es könnte sich auch um eine emotionale oder um eine seelische Stärkung und Stabilisierung handeln. Der Stier ist das Zeichen der physischen oder psychischen Regeneration. Wenn man eine anstrengende Phase hinter sich hat, dann kann man die regenerativen Kräfte des Neumonds im Stier sehr gut nutzen, um sich nun richtig aufzupäppeln und um sich zu stabilisieren. Da der Stier auch Lebensqualität symbolisiert, können wir uns unter diesen Einflüssen selbst verwöhnen, andere verwöhnen oder uns verwöhnen lassen. Der Stier entspricht der Jahreszeit, in der die Natur besonders üppig erblüht und sich in ihrer vollen Pracht zeigt. Von daher können auch wir unter seinem Einfluss großzügiger sein und den Wohlwollen, der uns von anderen entgegengebracht wird, dankbar und ohne falsche Bescheidenheit annehmen. Die üppige und fruchtbare Stierzeit ist keine Zeit, in der man besonders sparsam oder gar geizig sein sollte, aber jedes Prinzip kann in sein Extrem verfallen. Eine Schattenseite des Stiers kann sich in einer ausufernden Genusssucht zeigen, denn der Stier liebt nicht nur den Genuss, er kann dem Genuss geradezu verfallen und sein Gott kann Luxus heißen. Da sich Saturn, der Planet, der gesunde Grenzen symbolisiert, in diesen Jahren in Harmonie zum Stier befindet, bietet uns diese Zeitqualität besonders gute Möglichkeiten uns auf ein gesundes Maß an Genuss einzupendeln, ohne in die Übertreibung oder Übersättigung abzugleiten und ohne uns andererseits zu wenig Genuss zu gönnen, denn wie heißt es doch gleich: wer nicht genießt, wird ungenießbar. Genießen zu können muss nichts mit einem verschwenderischen Schwelgen im Überfluss zu tun haben. Etwas wirklich zu genießen bedeutet auch es wirklich wertzuschätzen. In unserer sogenannten Konsumgesellschaft, in der wir oft von einem Termin zu nächsten hetzen, fällt es uns manchmal schwer etwas mit allen Sinnen zu genießen, denn Genuss setzt Entschleunigung, Bewusstsein und Aufmerksamkeit voraus und bedingt von daher auch, dass wir uns Zeit für etwas oder für jemanden nehmen.




Sternbild Stier, Till Credner, http://www.AlltheSky.com


Die Welt scheint sich in diesen Zeiten immer schneller zu drehen und viele Menschen klagen zunehmend über Stress und Hektik oder sogar über Burnout. Der Transit von Uranus im Stier kann uns dazu verhelfen uns wieder mehr an irdische Gesetzmäßigkeiten anzupassen und uns auf die Rhythmen der Natur einzuschwingen. Die technische Entwicklung wird höchstwahrscheinlich weiterhin voranschreiten, aber der technische Fortschritt muss nicht zwangsläufig mit einer zunehmenden Abspaltung von der Natur einhergehen, denn dies wäre eine der negativen Möglichkeiten wie sich der Transit von Uranus durch den Stier auswirken könnte, da Uranus auch Abspaltung und ein Losgelöstsein symbolisiert. Die bestmöglichste Art, in der sich Uranus im Stier auswirken kann, heißt wortwörtlich Umweltfreundlichkeit, denn Uranus symbolisiert Freundschaft und der Stier die Erde, also könnte man Uranus im Stier frei übersetzen mit "in Freundschaft mit der Erde". Fleisch aus dem Labor, erneuerbare Energien, Passivhäuser und ähnlich umweltfreundliche Erfindungen haben wir auch dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt zu verdanken, aber deratige Erfindungen arbeiten MIT der Umwelt und nicht auf eine kurzsichtige und ausbeuterische Weise GEGEN die Umwelt und damit natürlich auch immer gegen den Menschen selbst. Da der Stier den Selbsterhaltungstrieb symbolisiert, ist diese Zeit dafür prädestiniert an die Erhaltung des Menschen zu denken und nicht daran, dass einige wenige Generationen kurzfristig das Maximum aus der Erde herausholen, frei nach dem Motto "nach uns die Sintflut".


Dass der Eintritt von Uranus in den Stier ausgerechnet mit einem Neumond im Stier einhergeht, gleicht einem kosmischen Wink. Da der Stier das langsamste und bedächtigste Zeichen ist, können wir diesen Neumond dafür nutzen uns zu fragen in welchen Bereichen wir vielleicht langsamer werden wollen, kürzer treten wollen, uns mehr auf unseren persönlichen Rhythmus einpendeln wollen und uns die Zeit nehmen wollen schöne Dinge, Menschen oder Situationen mehr zu genießen. Viele Menschen haben heutzutage das Gefühl etwas zu verpassen, wenn sie nicht schnell genug sind, nicht andauernd aktiv sind, nicht immer auf dem neuesten Stand sind, nicht überall dabei sind, nicht ständig erreichbar sind, nicht jede Nachricht gleich beantworten und nicht bei allem mitreden können. Da der Stier unsere ganz persönlichen Werte symbolisiert, können wir uns nun fragen was denn tatsächlichen Wert und demnach auch Vorrang für uns hat und wie wir unsere Prioritäten dementsprechend ausrichten können. Manch einer könnte vielleicht auch das Problem haben sich zu sehr in sinnlichen Genüssen festzufahren und dadurch eventuell zu viel Genussmittel zu sich zu nehmen, sein Bankkonto überzustrapazieren oder zu sehr an einem bestimmten Menschen festzuhalten. In dem Fall kann der Neumond im Stier dabei behilflich sein mehr Selbstdisziplin aufzubringen und dadurch auch den Selbstwert zu stärken. Saturn, der Planet der Grenzen und Disziplin, befindet sich den ganzen Sommer 2018 hindurch in Harmonie zu Uranus im Stier und unterstützt uns von daher darin diszipliniert zu sein wo es nötig ist und uns vernünftige Grenzen zu setzen.   


Wichtige Schlüsselworte zum Neumond im Stier:

  • Genuss
  • Sinnlichkeit
  • Geschmack
  • Wohlbefinden
  • Zuwachs
  • Bewusstsein persönlicher Werte
  • Persönliche Ressourcen und Talente
  • Selbstwert
  • Selbsterhaltung
  • Entschleunigung
  • Bedächtigkeit
  • Lebensqualität
  • Wohlstand und Fülle
  • Beständigkeit
  • Beharrlichkeit
  • Den eigenen Rhythmus finden
  • Mutter Erde
  • Naturverbundenheit
  • Naturschutz und Umweltbewusstsein
  • Regeneration
  • Fruchtbarkeit
  • Ausdauer
  • Treue und Loyalität
  • Stabilität
  • Besitz
  • Bewahren
  • Versuchen etwas Wertvolles zu reparieren, bevor man es wegschmeißt, auch im übertragenen Sinn, also z.B. eine beschädigte Beziehung „reparieren“


Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia


Meine Webseite:http://www.symbolsysteme.de/
Meine Emailadresse:lia@symbolsysteme.de

Mein Blog:http://symbolsysteme.blogspot.de
Meine spezifischen astrologischen Videos:
http://www.symbolsysteme.de/video-download/
Mein YouTube Kanal:
https://www.youtube.com/user/Symbolsysteme/videos
Mein Pinterest Profil:
https://www.pinterest.de/symbolsysteme/
Mein Google:
https://plus.google.com/u/0/b/106817540049607373289/+Symbolsysteme
Spenden via PayPal für meine Arbeit: cornelia.butzer@online.de



Donnerstag, 3. Mai 2018

Merkur verlässt seinen Schatten: Was haben wir gelernt?



Merkur verlässt heute seinen Schatten auf 16° Widder, womit die gesamte Rückläufigkeitsphase von Merkur nun endgültig abgeschlossen ist. Der Kommunikationsplanet hat am 23.03.2018 den Rückzug angetreten, kurz bevor er einen entscheidenden Spannungsaspekt (Quadrat) zu Pluto im Steinbock bilden konnte. In einigen Fällen konnte eine Verzögerung mit einer weisen Voraussicht einhergehen, in anderen Fällen war eventuell Kalkül im Spiel und in wieder anderen Fällen wollte man sich vielleicht vor einem herausfordernden Gespräch oder vor einer wichtigen Entscheidung drücken. In den kommenden Tagen muss Merkur sich der Spannung zu Pluto nun aber stellen, ob er will oder nicht. Am 07.05.2018 wird der Aspekt exakt sein, aber schon die Tage zuvor kann sich eine gewisse Spannung aufbauen. Ein Quadrat zwischen Merkur und Pluto gehört zu den schwierigeren Aspekten, die aber gerade aufgrund ihrer herausfordernden Qualität ein besonderes Lernpotential beinhalten. Wenn Merkur nicht kurz vor dem Quadrat zu Pluto rückläufig geworden wäre, würde es sich um einen kurzfristigen Einfluss handeln, der sich nur auf diejenigen auswirken könnte, für die der Transit langfristigere Themen anstoßen würde. Da Merkur jedoch rückläufig wurde, kurz bevor er das Quadrat zu Pluto hinter sich bringen konnte, weist diese Spannung auf Themen hin, die wahrscheinlich viele von uns betreffen.   




Astrologische Grafik:  
07.05.2018, 10:52:10 MEZ/S Merkur Quadrat Pluto 21°14´05 Widder / Steinbock



Wenn Merkur sich in Spannung zu Pluto befindet, kann man sich wie besessen auf ein bestimmtes Projekt stürzen, man kann sich in eine fixe Idee verrennen oder die Gedanken können andauernd um ein bestimmtes Thema kreisen und man kann Schwierigkeiten haben sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Da Merkur am 23.03.2018 im Widder rückläufig wurde, kurz bevor er das Quadrat zu Pluto im Steinbock bilden konnte, hatten wir nun mehrere Wochen Zeit um unser Bewusstsein in Hinblick auf unsere Denk- und Kommunikationsmuster zu erweitern. Diese Rückläufigkeitsphase von Merkur gehörte nicht gerade zu den leichtesten, denn vor dem Quadrat zu Pluto im Steinbock hat Merkur bereits mehrfach ein Quadrat zu Saturn und zu Lilith im Steinbock gebildet.

Da ein Merkur im Widder dafür bekannt ist, dass er oft schneller sprechen, als denken kann, hat uns diese Rückläufigkeitsphase von Merkur die Chance gegeben mit mehr Überlegung das Wort zu ergreifen. Merkur im Widder kann in seiner Kommunikation äußerst impulsiv sein, dadurch Dinge ausplaudern, die er besser für sich behalten sollte, er kann anderen über den Mund fahren oder sie durch unbedachte Aussagen vor den Kopf stoßen. Da Merkur der Planet der Händler ist, kann ein Merkur im Widder seine Kunden mit Worten so überrumpeln, dass sie sich etwas aufschwatzen lassen, was sie gar nicht brauchen, es aber trotzdem kaufen, nur weil sie sich von der geballten Kraft der Worte überwältigen lassen. Diese Überzeugungskraft betrifft nicht nur irgendwelche Marktschreier, die ihre Ware an den Mann bringen wollen, sondern z.B. auch Politiker. Ein besonders anschauliches Beispiel für eine destruktive Auswirkung eines Merkurs im Widder war „der Führer“ Adolf Hitler. Hitler war nicht etwa ein Widder, wie fälschlicherweise oft behauptet wird und wie es so gut in das Klischee eines übermäßig dominanten Widders, dem Zeichen der Führungskraft, gepasst hätte, sondern er war ein Stier. Hitler hatte nicht nur die Sonne im ersten Grad des Stiers, sondern er hatte auch seinen Mars, seine rückläufige Venus und seine Lilith im Stier. Wenn wir jedoch an Hitler denken, dann denken wir wahrscheinlich in erster Linie an seinen auffälligen Redestil, eben an seinen Merkur im Widder, der sich mehr durch schreien und Druck ausüben, als durch ein souveränes, selbstbewusstes Sprechen Gehöhr verschafft hat. Der ungeheure Kraftaufwand, den Hitler in seine Reden investierte, war anhand der anschwellenden Venen und der immer feuchten Stirn deutlich erkennbar, die Anstrengung, die für ihn damit verbunden war, wohl auch, aber was dem zugrunde lag, war damals anscheinend nicht für jeden offensichtlich. 




Ein anderer Mann, der auch seinen Merkur im Widder hatte, nämlich Charles Chaplin, fand offensichtlich gerade an Hitlers Redestil Interesse:
 


Ein Merkur im Widder identifiziert sich, mehr als jeder andere Merkur, mit seinen Gedanken, mit seinen intellektuellen und kommunikativen Fähigkeiten. Bei dieser Stellung heißt es „Ich denke also bin ich“. René Descartes, der berühmte Philosoph, der diese Aussage nach jahrelangen, zermarternden Selbstzweifeln, zu seinem ersten Grundsatz machte, war nicht nur selbst ein Widder, sondern er hatte seinen aufsteigenden Mondknoten, Jupiter, Uranus, Pluto und – wie könnte es anders sein – auch seinen Merkur im Widder. Ein Merkur im Widder identifiziert sich überdurchschnittlich stark mit seiner Überzeugungskraft. Merkur will im Widder andere von seiner Person, von seinen Fähigkeiten und von seiner Meinung überzeugen und wenn er sie nicht mit der Kraft seiner Worte überzeugen kann, kann er versucht sein, andere soweit einzuschüchtern, dass sie sich nicht mehr trauen ihm etwas entgegenzusetzen und es vorziehen klein beizugeben.

Glücklicherweise hat nicht jeder Mensch, der seinen Merkur im Widder hat, so starke Selbstzweifel und Identitätskrisen, wie ein René Descartes oder ein Adolf Hitler, dem zufolge wird auch nicht jeder Mensch mit einem Merkur im Widder von dem Wunsch beherrscht sein sich über die Maßen zu beweisen und schon gar nicht in so destruktiver Art, wie es bei Hitler der Fall war. Nichtsdestotrotz hat diese Rückläufigkeitsphase von Merkur im Widder uns darin prüfen wollen wie weit wir gehen, um andere von unserer Meinung zu überzeugen, sie mit Worten zu dominieren und sie dazu zu bringen sich unserem Willen zu fügen. Nicht jeder Mensch, der andere dominieren will, versucht ihnen seinen Willen so offensichtlich aufzuzwingen, wie ein Adolf Hitler es tat. Man kann auch durch jammern, durch seufzen, durch anscheinend beiläufige Bemerkungen oder durch schweigen versuchen andere dazu zu bringen sich dem eigenen Willen zu beugen, wobei man sich dann selbst bedeckt hält, die Verantwortung abgibt und es so aussehen lassen kann, als hätte man nichts getan und alles, was passiert ist, geschah auf einer freiwilligen Basis. Letzteres kann für einen Spannungsaspekt zwischen Merkur und Pluto das Mittel der Wahl sein, denn hier neigt man oft viel mehr zur versteckten Manipulation, anstatt ganz offen und direkt zu sagen was man von anderen will.

Nicht nur die Tatsache, dass die Spannung zwischen Merkur und Pluto am 07. Mai exakt wird, spricht dafür, dass wir in den kommenden Tagen wachsam sein sollten und lieber etwas mehr Vorsicht als Nachsicht walten lassen können, sondern auch Venus in den Zwillingen wird sich zeitgleich in Spannung zu Neptun in den Fischen befinden und die Sonne im Stier läuft in die Opposition zu Jupiter im Skorpion.

Die Chancen, die uns diese Zeitqualität bietet, bestehen darin hinter die Fassade zu blicken, tiefgründige Gespräche zu führen, bei denen man mehr Wert auf Ehrlichkeit als auf den schönen Schein legt, undurchsichtigen, unausgesprochenen Dingen auf den Grund zu gehen, Investitionen eingehend auf Substanz zu prüfen und nicht alles für bare Münze zu nehmen, was wir hören, sehen oder lesen.

Die positiven Seiten, die wir einem Merkur im Widder abgewinnen können, liegen in der Ehrlichkeit, Direktheit und Authentizität des Widders. Der Widder ist das Zeichen des Mutes und Ehrlichkeit erfordert oft Mut. Dadurch, dass Merkur während seiner Rückläufigkeitsphase dreimal eine Spannung zu Saturn und zu Lilith im Steinbock gebildet hat, hatten wir in den vergangenen Wochen bereits die Möglichkeit zu lernen unsere Zunge zu zügeln, so dass wir in Gesprächen nicht allzu impulsiv sind und dadurch andere unnötig verletzen, aber dennoch ehrlich und direkt sein können.

Das berühmte Zitat von Laotse „wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr“ hat wahrscheinlich seine Berechtigung, aber es ist trotzdem kein allgemeingültiges Gesetz. Ein anderer berühmter Mann, der Schriftsteller Max Frisch, sagte „man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann - nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen“. Wenn wir in diesen Tagen also etwas Wichtiges zu sagen haben, bei dem wir davon ausgehen, dass es auf Gegenwind stoßen könnte, haben wir die Wahl anderen unsere Wahrheit anzubieten und ihnen die Entscheidungsfreiheit zu lassen ob sie diese annehmen wollen oder ihnen unsere Wahrheit aufzudrücken und damit vielleicht auch unsere eigenen Zweifel am Gehalt des Gesagten bloßzulegen, denn wenn man sich wirklich im Recht wähnt, muss man in der Regel keinen Druck ausüben. In einigen Fällen sollte man jedoch ganz bewusst Überzeugungskraft einsetzen, wie z.B. in einer Gerichtsverhandlung, in der man für sein Recht kämpft. In solchen Fällen kann diese Zeitqualität einen darin unterstützen seinen Worten den entsprechenden Nachdruck zu verleihen, so dass man unter diesen Einflüssen die Mehrheit überzeugen kann und vielleicht sogar auch die gegnerische Partei.


Daten der Rückläufigkeitsphase von Merkur:

09.03.2018 Merkur betritt seinen Schatten
23.03.2018 Merkur wird rückläufig
15.04.2018 Merkur wird direkt
03.05.2018 Merkur verlässt seinen Schatten



Berühmte Menschen mit Merkur im Widder: 

Albert Einstein

Adolf Hitler


Leonardo da Vinci


Mariah Carey

Harvey Weinstein

Al Pacino

Marlon Brando

Charles Chaplin

Vincent van Gogh


Mark Zuckerberg


William Shakespeare


Quentin Tarantino


Hugh Hefner


René Descartes



Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia






Meine Webseite:http://www.symbolsysteme.de/
Meine Emailadresse:
lia@symbolsysteme.de
Mein Blog:http://symbolsysteme.blogspot.de
Meine spezifischen astrologischen Videos:
http://www.symbolsysteme.de/video-download/
Mein YouTube Kanal:
https://www.youtube.com/user/Symbolsysteme/videos
Mein Pinterest Profil:
https://www.pinterest.de/symbolsysteme/
Mein Google:
https://plus.google.com/u/0/b/106817540049607373289/+Symbolsysteme
Spenden via PayPal für meine Arbeit:
cornelia.butzer@online.de




Dienstag, 24. April 2018

Vollmond im Skorpion: Fühle es, wenn Du es heilen willst



Der April präsentiert uns am letzten Tag des Monats einen ziemlich mystischen Vollmond, der ein besonderes Potential zur Fruchtbarkeit beinhaltet. Dies wird nicht nur der erste Vollmond seit 1999 sein, der ausgerechnet zur Walpurgisnacht stattfindet, auch seine Konstellationen sind mystisch verwoben und sie können uns tiefgründige Botschaften vermitteln. Der Mond befindet sich auf 9°38' Skorpion und die Sonne hält auf dem gleichen Grad im gegenüberliegenden Tierkreiszeichen Stier die Stellung. In unseren Breitengraden wird sich der Mond nicht nur im 8. Zeichen, also im Skorpion befinden, sondern auch im 8. Haus, im Haus des Skorpions und dessen Herrscher Pluto. Man könnte also sagen, wir bekommen hierzulande eine doppelte Dosis Skorpion...*))







Astrologische Grafik: Vollmond auf 9°38' Skorpion am 30.04.2018 um 02:58h MESZ



Der Skorpion ist bekanntlich mit einem Giftstachel ausgestattet, wobei das Spinnentier fähig ist selbst die Dosis seines Giftes zu bestimmen. In der Medizin werden Substanzen des Skorpiongifts seit Jahren als Zusatzstoffe für bestimmte Heilmittel erprobt. Mystiker verschiedener Kulturen nutzen das Skorpiongift seit Jahrhunderten um sich zu berauschen und um sich in tranceähnliche Zustände zu versetzen. In der Astrologie kann das Gift des Skorpions eine vielfältige Symbolik haben. Da der Skorpion das Zeichen der intimen Beziehungen und der Sexualität ist, können wir unter seinem Einfluss in eine Art Trance verfallen, denn sexuelle Anziehung setzt eine berauschende Mischung von Botenstoffen in Gang. Wir können das Gefühl haben durch eine besonders leidvolle Beziehung vergiftet zu werden oder wir können durch die mystische Vereinigung mit einem anderen Menschen Heilung erfahren und an Kraft gewinnen, was wahrscheinlich die angenehmste Auswirkung der durchdringenden und tiefgreifenden Skorpionenergie ist.

In der klassischen Astrologie wird dem Mond im Skorpion eine schwierige Position zugeschrieben, denn hier befindet sich der Mond im Fall. Wenn sich ein Planet im Fall befindet, bedeutet das, dass er sich in einem Terrain zurechtfinden muss, das seinem Wesen fremd ist und das sich seiner Natur entgegengesetzt auswirkt. Da der Mond unsere Gefühle symbolisiert und Gefühlen idealerweise ein freier Fluss gewährt werden sollte, wird erkennbar, warum dem Mond im Skorpion eine schwierige Position zugesprochen wird, denn der Skorpion ist ein fixes Wasserzeichen, das darauf bedacht ist die Kontrolle zu behalten. Der Skorpion ist ein Zeichen des Schutzes und der Verteidigung, was in Gefühlsangelegenheiten zu einigen Behinderungen führen kann. Der Skorpion ist von Natur aus ein vorsichtiges, abwartendes, beobachtendes Zeichen, das aufgrund seiner Erfahrungen häufig von Misstrauen geprägt ist, was dem offenen Ausdruck von Gefühlen nicht gerade entgegenkommt. Da es im Skorpion um unsere tiefsten Leidenschaften, um unsere hintergründigen Motive, um unsere seelischen Abgründe, um Tabuthemen und um Traumata geht, hat es der Mond im Skorpion meist nicht leicht sich vertrauensvoll hinzugeben und seine innersten Gefühle zu offenbaren. Manchmal kann sich der Mond im Skorpion nicht einmal sich selbst gegenüber seine wahren Gefühle eingestehen, vor allem wenn es sich um allgemein eher weniger anerkannte Gefühle handelt wie Schmerz, Leid, Neid, Eifersucht, Bitterkeit, Hass, Rachegelüste, Trauer, Ablehnung, Einsamkeit, Scham, Schuld, Gier ect.

Der Mond kann im Skorpion, in einem fixen, unbeweglichen Zeichen, so lange an Gefühlen festhalten, bis sie verderben. Dadurch kann er sich selbst unnötig lange belasten oder auch die Atmosphäre einer Beziehung vergiften. Gefühle brauchen einen freien Fluss und die Möglichkeit sich offen auszudrücken. Gefühle wollen wahrgenommen, anerkannt und angenommen werden. Gefühle wollen verarbeitet und verdaut werden. Gefühle sind wesentliche Botschaften, die uns oft Wichtiges mitzuteilen haben. Wenn wir wirklich mit unseren Gefühlen in Kontakt sind, gewinnen wir ungemein an Kraft und an Selbstvertrauen. In heilerischen Kreisen heißt es „You have to feel it, to heal it“, ergo „Du musst es fühlen, um es heilen zu können“. Gefühle, die wir nicht zulassen, die wir unterdrücken, verdrängen, von uns abspalten oder nach Außen projizieren, können eine toxische Qualität annehmen und sie können alle möglichen kleineren oder größeren Probleme verursachen. Verwaiste Gefühle beginnen ihr Eigenleben zu führen und sie können sich in Komplexe verwandeln, je nachdem um welche Art von Gefühlen es sich handelt, wie lange wir sie nicht zugelassen haben und wie lange wir sie nicht ausgedrückt haben.

Der Mond ist der Herrscher des Krebses und der Krebs ist das Zeichen der Mutterschaft, des Nährens und des Genährtwerdens. Schon in frühester Kindheit lernen wir welche Gefühle angemessen sind und welche Gefühle nicht angemessen sind. Je nachdem wie gut unsere Eltern mit ihren eigenen Gefühlen umgehen konnten, waren sie in der Lage uns beizubringen wie wir mit unseren Gefühlen umgehen können oder sie waren nicht dazu in der Lage uns dahingehend ein Vorbild zu sein. Wenn unsere Eltern einfühlsam und weitestgehend vorurteilsfrei auf unsere Gefühle eingegangen sind, konnten wir lernen, dass jedes Gefühl fühlbar und erlebbar ist und dass es keine „gefährlichen Gefühle“ gibt, die man verdrängen, unterdrücken oder von sich abspalten müsste. Wenn man seine Gefühle rechtzeitig wahrnimmt und sich ihrer annimmt, verderben sie nicht. Hass, Neid, Rachegelüste und dergleichen können nur Überhand gewinnen, wenn wir bestimmte, damit verbundene Gefühle, lange unterdrückt oder nach Außen projiziert haben.

Einige von uns hatten Eltern, die selbst nicht mit ihren Gefühlen in Kontakt waren. Es ist unmöglich etwas an seine Kinder weiterzugeben über das man selbst nicht verfügt. Wenn ein Mensch nicht ausreichend bemuttert wurde, wird er auch seine eigenen Kinder nicht ausreichend bemuttern können, es sei denn er hat sich bereits mit seinen eigenen unbemutterten Aspekten versöhnt und er hat eine tiefgreifende Transformation durchlebt.

Und genau darum geht es im Skorpion; es geht um eine tiefgreifende Transformation, die voraussetzt, dass man sich mit seinen „dunklen“ Seiten auseinandersetzt und sich ihrer annimmt. Wenn wir mit dem Mond im Skorpion unsere eigene "Hebamme" sein können und anscheinend verbotene, verdorbene, ungezogene Gefühle mütterlich umsorgend zur Welt bringen, kann sich das, was zuvor gefährlich oder sogar giftig zu sein schien, als heilsam entpuppen. Wenn wir nicht die Mutter hatten, die wir vielleicht gebraucht hätten, können wir als Erwachsene lernen unsere eigene Mutter zu sein, indem wir unsere verwaisten Gefühle immer mehr annehmen und ihnen die Nahrung geben, die sie brauchen. Je nachdem um was für ein Gefühl es sich handelt, gibt es für jedes unangenehme Gefühl ein heilsam ergänzendes Gefühl, das wie ein Antidot wirken kann. Gefühle von Neid können mit Selbstwert ausgeglichen werden, Gefühle des Verlassenwerdens können mit Verbindlichkeit aufgewogen werden, Rachebedürfnisse können durch versöhnliche Gefühle aufgehoben werden ect. Wenn wir mit dem Mond im Skorpion bereit sind uns den transformativen Kräften hinzugeben, die uns diese Zeitqualität anbietet, können wir nach und nach die „verborgenen Schätze“ heben, zu denen wir durch die Integration von Schattenaspekten und durch das Heimholen von verwaisten Seelenanteilen Zugang erhalten. 





Sternbild Skorpion,  http://www.AlltheSky.com


Der Skorpion ist das dunkelste und das hellste Zeichen zugleich, denn er verkörpert Tod und Wiedergeburt. Die Wiedergeburt, die uns der Skorpion anbietet, wird uns allerdings nicht geschenkt oder im Glücksspiel gewonnen. Im Skorpion brauchen wir die Bereitschaft ins Dunkle zu gehen, um (wieder) ins Licht zu gelangen. Wir sollten aber auch nicht den Fehler machen uns zu sehr mit der Dunkelheit zu identifizieren, die uns umgibt, wenn wir uns in der Plutos „Unterwelt“ befinden, denn auch darin kann eine Schattenseite des Skorpions liegen; in seiner außergewöhnlichen Leidenschaft, die, im Extrem gelebt, in eine unerschöpfliche Leidensbereitschaft ausarten kann. Die abgründigen Seiten des Lebens können im Skorpion so tief verinnerlicht werden, dass man meint die Intensität des Lebens und des Liebens sei gleichbedeutend mit dem Maß an Leidensbereitschaft, das man aufbringt. Man kann sich von allem, was sich intensiv anfühlt, unwiderstehlich, geradezu magisch angezogen fühlen, aber nicht alles, was intensiv ist, ist auch gut für uns. Der Skorpion symbolisiert den Orgasmus, was verdeutlichen kann, dass er sich immer wieder nach Höhepunkten und Gipfelerlebnissen sehnt. Je nachdem wie der Einzelne geprägt ist, kann man derartige Gipfelerlebnisse auch durch besonders schmerzhafte Erlebnisse unbewusst immer wieder heraufbeschwören. Dann gibt es die ganz andersgearteten Charaktere, die alles meiden, was sich zu intensiv anfühlt, die immer auf Nummer sicher gehen wollen, die jeden Abgrund mit größter Vorsicht umgehen und die dem Wahlspruch „never change a runnig system“ folgen. Mag sein, dass diese Menschen ein ruhiges, beschauliches Leben führen und wenn sie gesunde Wurzeln haben und es keine nennenswerten Abgründe in ihrem Leben gibt, kann man es ihnen durchaus gönnen, denn wer sagt, dass alles Großartige nur aus dem Exzess geboren werden kann...?

Während der Skorpion die Stürme des Lebens, ein stetiges Werden und Vergehen, Krisenzeiten, Risikobereitschaft und Extremsituationen symbolisiert, verkörpert der gegenüberliegende Stier Sicherheit, Stabilität, Bodenhaftung, innere Ruhe und eine gemächliche, geduldige Vorgehensweise. Während dem Skorpion der Stier viel zu langweilig erscheinen kann, kann dem Stier der Skorpion viel zu extrem und maßlos erscheinen. Die Sonne befindet sich zum Vollmond im Stier, während sich der Mond im Skorpion befindet. Ein jeder Vollmond möchte uns darin unterstützen Extreme ins Gleichgewicht zu bringen und eine möglichst gute Balance zwischen polar entgegengesetzten Prinzipien herzustellen, in diesem Fall also zwischen den Skorpion und den Stier-Themen. Da ein Vollmond den Höhepunkt eines bestimmten Themas symbolisiert und da er Licht ins Dunkle bringen will, kann er einigen von uns eventuell nun erst mal ein gewisses Ungleichgewicht bewusst machen oder auf ein spezielles Problem hinweisen, je nachdem ob wir bestimmte Themen lange tabuisiert haben, sie nicht wahrnehmen wollten oder es bisher vielleicht einfach nicht konnten. Da der Skorpion Tabuthemen und Traumata symbolisiert, ist nachvollziehbar, warum wir unter seinem Einfluss in bestimmten Bereichen lange Zeit im Dunkeln tappen können. Wenn wir traumatische Erlebnisse hatten, tritt als Schutzreaktion häufig eine Form von Verdrängung oder Abspaltung ein. Pluto, der Herrscher des Skorpions, handelt nach dem Prinzip „Ich gebe Dir so viel, wie Du er-tragen kannst“. Wenn wir fünf Jahre alt sind, können wir uns mit bestimmten traumatischen Erlebnissen in der Regel nicht auf die Art auseinandersetzen, wie wir es mit fünfzig Jahren können. Da der Skorpion unbewusste Vorgänge symbolisiert, ist es also durchaus möglich, dass verschiedene Erlebnisse für eine längere Zeit in unser Unbewusstes verbannt wurden. Man könnte sich in dem Zusammenhang aber auch die berechtigte Frage stellen, ob man denn tatsächlich alles ausgraben muss, was in den Kellergewölben des Unbewussten begraben liegt, denn im Skorpion kann man auch das Herumstochern in der Vergangenheit und das Pulen an Wunden übertreiben, wodurch dann paradoxerweise eine weitere Wunde entstehen kann oder eine alte sich einfach nicht schließen lässt. Dem könnte eine Überidentifikation mit den dunklen Seiten des Lebens zugrunde liegen und ein Unvermögen loslassen und die Vergangenheit zur gegebenen Zeit ruhen lassen zu können.

Wir können uns in diesen Wochen fragen, ob wir das Gefühl haben, dass wir eine blockierende Last mit uns herumtragen, von der wir uns nun lösen wollen. Haben wir in einem wichtigen Bereich unseres Lebens das Gefühl, dass der Energiefluss stagniert? Können wir auch sogenannte unangenehme Gefühle zulassen oder versuchen wir diese so schnell wie möglich zu verbannen? Versuchen wir immer wieder schmerzhafte Erlebnisse aus unserer Vergangenheit wiederzubeleben? Können wir die Vergangenheit ruhen lassen oder neigen wir dazu uns zu wenig mit einschneidenden Erfahrungen unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen, obwohl wir dann doch immer wieder von ihnen eingeholt werden und so immer wieder nach neuen Ausflüchten suchen müssen?

Die Sonne im Stier und der Mond im Skorpion bilden jeweils harmonische Aspekte (Trigon und Sextil) zu Saturn im Steinbock. Der Mond im Skorpion bildet zudem harmonische Aspekte (Quintil) zu Mars und Pluto im Steinbock. Die beiden Herrscher des Skorpions befinden sich interessanterweise genau zum Vollmond im Skorpion in Konjunktion zueinander. Der Steinbock symbolisiert die Dinge, an denen wir mit Ausdauer und Disziplin arbeiten. In diesem Zeichen geht es um die langfristigen Ergebnisse, was dem Skorpion entgegenkommt, da der Skorpion transformative Entwicklungsprozesse anzeigt, die in der Regel auch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Saturn, der Herrscher des Steinbocks, ist zum Vollmond bereits rückläufig und er zeigt uns während seiner Rückläufigkeitsphase in den kommenden Monaten die Ergebnisse unserer Anstrengungen der vergangenen Monate.

Die Sonne im Stier und der Mond im Skorpion bilden jeweils einen Spannungsaspekt (Quadrat) zum aufsteigenden Mondknoten im Löwen und zum absteigenden Mondknoten im Wassermann. Die Mondknoten befinden sich zum Vollmond im Skorpion sehr nahe dem Grad, auf dem die Mondfinsternis am 31.01.2018 stattgefunden hat. Von daher kann es durchaus sein, dass für diejenigen, die von der Mondfinsternis im Löwen berührt wurden, in diesen Wochen bestimmte Themen wieder aktuell werden, die schon Ende Januar und Anfang Februar 2018 eine Rolle für sie gespielt haben. Zudem befindet sich Ceres, nach ihrer Rückläufigkeitsphase, interessanterweise wieder am Anfang der zweiten Dekade Löwe und damit auf dem Punkt, auf dem sie sich bereits während der Mondfinsternis im Löwen befand. Die Fruchtbarkeitsgöttin Ceres hat einen direkten Bezug zu Mutterschaftsthemen, was als ein weiterer Hinweis interpretiert werden kann, dass wir uns derzeit mit besonderer Hingabe unseren Gefühlen widmen sollten und dass wir uns um die Themen nähren und genährt werden kümmern sollten. Auch die Schwierigkeiten, die mit einer unbefriedigenden oder kompliziert verstrickten Mutter-Kind-Beziehung einhergehen und die Konsequenzen, die im Erwachsenenalter daraus resultieren können, sind ein Thema, das mit diesem Vollmond für einige aktuell werden kann. Die Themen nähren und genährt werden spielen natürlich nicht nur in Mutter-Kind-Beziehungen eine entscheidende Rolle, denn sie dehnen sich auch auf unsere späteren Beziehungen im Erwachsenenalter aus, wenn wir uns mit etwaigen Problemen in dem Zusammenhang nicht ausreichend auseinandergesetzt haben. Ein Partner könnte den anderen mit Gefühlen überschütten, unter Druck setzen, manipulieren oder als Druckmittel die emotionale oder sexuelle Zuwendung verweigern. Ceres ist nun wieder direktläufig und befindet sich zum Vollmond im Skorpion in Konjunktion zum aufsteigenden Mondknoten im Löwen und damit im Brennpunkt zum Mond im Skorpion und zur Sonne im Stier.

Der Vollmond im Skorpion bildet ein großes, fixes Kreuz, das heißt, dass die vier fixen Zeichen Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann durch vier Quadrate miteinander verbunden sind. Die fixe Qualität kann von großem Vorteil sein, wenn sie dazu genutzt wird geduldig und ausdauernd auf bestimmte Ziele hinzuarbeiten, wenn man etwas erreichen will, das viel Konzentration erfordert und wenn etwas an Stabilität gewinnen soll. Wenn man sich allerdings derzeit an etwas oder an jemandem festbeißt, kann die starke fixe Betonung negative Konsequenzen haben. Man könnte sich z.B. in einer Konfliktsituation besonders engstirnig, unnachgiebig und unversöhnlich zeigen und stur an seiner Sichtweise festhalten. Man könnte sich auch in eine fixe Idee verrennen, dadurch auf Abwege gelangen und dabei unnötig viel Zeit und Energie verschwenden. In einigen Angelegenheiten kann eine gewisse Sturheit durchaus angebracht sein, wobei das hier angesprochene Beharren auf einem bestimmten Standpunkt dann weniger als Sturheit, sondern eher als Konsequenz bezeichnet werden sollte. In anderen Situationen können Beweglichkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit hilfreicher sein. Von daher ist es sinnvoll sich in diesen Wochen zu fragen, ob man dazu neigt zu unbeweglich zu sein oder ob man gerade von den fixen Energien profitieren kann, indem man in bestimmten Situationen mehr Konsequenz zeigt und eine klare Linie verfolgt.

Im Skorpion dreht sich so ziemlich alles um die richtige Dosis und ein jeder Vollmond fordert uns dazu auf das rechte Maß zu finden. Von daher kann man sich in diesen Wochen fragen, ob man stur oder konsequent ist, ob man verbissen oder ausdauernd ist, ob man sich loyal verhält oder ob man blindlings ergeben ist, ob man aus falschem Stolz handelt oder ob man Würde zeigt, ob man etwas Erhaltenswertes bewahren will oder ob man etwas, das sich längst überlebt haben sollte, künstlich am Leben halten will, ob man auf eine kreative Weise andersartig ist oder ob man antagonistisch ist und sich um jeden Preis abheben will, ob man sich für Freiheit einsetzt oder ob man sich unzuverlässig verhält.

Wenn wir im Kontakt mit unseren Gefühlen leben, können sie uns als Wegweiser dienen und als eine Art Barometer, an dem wir ablesen können was uns gut tut und was uns nicht gut tut. Wenn wir noch viele unverdaute Gefühle mit uns herumtragen, können unsere Gefühle uns aber auch in die Irre führen, denn dann haben sie oft wenig Bezug zu gegenwärtigen Situationen. In solchen Fällen könnten wir z.B. an einem bestimmten Menschen festhalten, weil wir meinen, diese Person müsste uns bisher unbefriedigte Bedürfnisse erfüllen oder wir fühlen uns durch einen Menschen an jemanden erinnert, der uns einmal sehr verletzt hat und verbinden diese schmerzhaften Erinnerungen dann mit dieser Person, obwohl sie nichts mit den vergangenen Erlebnissen zu tun hat. Von daher sind Ehrlichkeit, Selbstreflexion und Bewusstheit in emotionalen Angelegenheiten in diesen Wochen wichtige Voraussetzungen, um die transformativen Energien, die derzeit auf uns Einfluss nehmen, erfolgreich nutzen zu können. Diese reichhaltige Zeitqualität kann uns zu besonderen Wachstumsschüben verhelfen, denn es ist eine sehr fruchtbare Zeit, was sich auch in der nun schnell wachsenden und üppig erblühenden Natur zeigt. Man kann sich nun fragen, was derzeit im eigenen Leben wachsen soll, wie man es nähren kann, was beschnitten werden muss und wo eventuell Unkraut oder Schädlinge entfernt werden sollten.

Zu guter Letzt bleibt die Frage offen was denn die „göttliche Schöne“, also Venus, die Herrscherin des Stiers, zur Zeit des Vollmonds treibt...? Venus flattert in diesen Wochen durch die luftigen Zwillinge. Venus in den Zwillingen gleicht einer Schmetterlingsfrau, die von einer Blüte zur anderen fliegt und die sich an den vielen bunten Farben und an den verschiedenartigen Geschmacksnoten erfreut. Eine Venus in den Zwillingen braucht viel Abwechslung und sie braucht eine Menge Bewegung. Venus in den Zwillingen liebt die vielfältigen Kontakte, die das Leben zu bieten hat, sobald man sich selbst dem Leben öffnet. Die Venus in den Zwillingen möchte überall mal reinschnuppern und sie will die unterschiedlichsten Erfahrungen machen. Venus in den Zwillingen ist oft eine flirtende, kokette Venus, die Nettigkeiten liebt und diese auch selbst gerne verteilt. Wie ernst gemeint und verbindlich die Freundlichkeiten sind, die in den kommenden Wochen ausgetauscht werden, steht auf einem anderen Blatt und dies hängt auch von den persönlichen Aspekten des Einzelnen ab. Venus befindet sich zum Vollmond im Spannungsaspekt (Anderthalbquadrat) zu Pluto und zu Mars im Steinbock, sie bildet jedoch auch harmonische Aspekte (Sextil und Trigon) zum aufsteigenden Mondknoten im Löwen und zum absteigenden Mondknoten im Wassermann. Wenn Venus sich in diesen Wochen eine gewisse Leichtigkeit und Unabhängigkeit bewahrt, ohne in die Oberflächlichkeit und Unverbindlichkeit abzudriften, kann sie ihre Zeit in den Zwillingen sehr gut nutzen, um anregende, neue Kontakte zu knüpfen, um interessante, inspirierende Gespräche zu führen und um die Fantasie beflügelnde kulturelle Angebote zu genießen. Die Löwe-Energie kann die Venus in den Zwillingen darin unterstützen die rechten Ansprüche an die Qualität ihrer Verbindungen zu erhalten, damit sie sich nicht überflüssigerweise irgendwo festquatscht, wo sie eigentlich nichts zu suchen hat oder auf die verheißungsvollen Sprüche eines Blaubarts reinfällt, der ihr hinterrücks die Flügel stutzen will. Merkur, der Herrscher der Zwillinge, steht Venus in diesen Wochen harmonisch zur Seite, so dass die zwillingetypische Freude an der Kommunikation und die Kontaktfreude nochmals betont werden. Venus befindet sich vom 24.04. bis zum 19.05.2018 in den Zwillingen, nachdem sie vom 31.03. bis zum 24.04.2018 durch den Stier und damit durch eines ihrer Herrscherzeichen lief. In der Zeit, in der Venus durch den Stier lief, konnten wir unsere Werte überdenken und sie gegebenenfalls anpassen. Wir hatten in den vergangenen Wochen die Möglichkeit unseren Selbstwert zu stärken und zu überdenken inwieweit gegenwärtige Situationen unserem Selbstwert entgegenkommen oder ihm vielleicht eher abträglich sind. Wir konnten uns verstärkt darüber bewusst werden, was im Leben wirklich zählt und auf wen oder was wir zählen können. Wenn Venus am 24.04.2018 in die Zwillinge eintritt, ist es an der Zeit die Flügel auszubreiten und die neu gewonnenen Erkenntnisse in die Welt zu tragen. Die Leichtigkeit einer Venus in den Zwillingen hat wenig gemein mit der Ernsthaftigkeit und der Schwere, die oft mit den Zeichen Steinbock und Skorpion einhergehen, aber gerade darin liegt die Chance zwischen diesen gegensätzlichen Elementen des Lebens eine Brücke zu bauen. Diese Brücke kann uns dazu verhelfen zu erkennen, in welchen Situationen man einfach nur die Gegenwart genießen sollte, wann man mit Leichtigkeit und Humor wesentlich weiter kommt als mit Ernsthaftigkeit und Gedanken an die langfristigen Konsequenzen und in welchen Situationen es durchaus sinnvoll ist die Dinge ernst zu nehmen und an die Zukunft zu denken.



Viele liebe Grüße mit den Sternen


Lia



Meine Webseite:http://www.symbolsysteme.de/
Meine Emailadresse:
lia@symbolsysteme.de
Mein Blog:http://symbolsysteme.blogspot.de
Meine spezifischen astrologischen Videos:
http://www.symbolsysteme.de/video-download/
Mein YouTube Kanal:
https://www.youtube.com/user/Symbolsysteme/videos
Mein Pinterest Profil:
https://www.pinterest.de/symbolsysteme/
Mein Google:
https://plus.google.com/u/0/b/106817540049607373289/+Symbolsysteme
Spenden via PayPal für meine Arbeit:
cornelia.butzer@online.de